Der Fachgruppe Französisch gehören im Moment vier Lehrkräfte an: Frau Benthin, Frau Büschgens, Frau Maliers und Herr Mischke ( = Fachobmann ). Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, unser Interesse an französischer Sprache und Kultur an unsere Jugendlichen weiterzugeben. Deren sprachliche Betreuung beginnen wir in Klasse 6, wenn sie (fast immer ohne Vorkenntnisse) dem Französischen neugierig begegnen. Hauptsächliches Anliegen aller Französisch-Lehrkräfte ist es, das fremdsprachliche Können in den nächsten fünf Jahren soweit zu entwickeln, dass sich unsere Schüler auch in komplexeren Situationen sprachlich behaupten können. Auf dem Niveau, das sie am Ende der Sekundarstufe 1 erreicht haben, können sich die Lernenden dann mündlich und schriftlich in der Zielsprache Französisch verständigen. Besonders erfolgreiche Schüler setzen den Französisch-Lehrgang dann auch noch in den Jahrgängen 11 und 12 der „Oberstufe“ fort.

Ein abwechslungsreicher, methodisch variierender Unterricht ist selbstverständliches Mittel zum Erreichen unseres Zieles: Die Lerner hören von Tonträgern authentische Muttersprachler, sehen (z.T. in Ausschnitten) französische Filme, lernen aktuelle Musik und klassische Chansons kennen, gewinnen Einblicke in wichtige Beispiele französischer Literatur oder setzen sich mit anderen französischsprachigen Medien und Alltagstexten (Werbeträgern, Broschüren, Flyern u.ä.) auseinander.

Die Fachschaft Französisch unterstützt den Schüleraustausch zwischen der Stadt Bleckede und den Partnergemeinden Auffay-Tôtes (Normandie) und gestaltet ihn aktiv mit. Nach mindestens 2 ½ Jahren Französischunterricht können unsere Jugendlichen am Frankreich-Austausch (siehe gesonderter Beitrag) teilnehmen und ihr bisher Gelerntes auf Alltagstauglichkeit hin überprüfen („Testergebnis“ überwiegend positiv). Ein weiterer Schwerpunkt unserer Fachgruppenarbeit ist die ausführliche Information der Fünftklässler vor der Fremdsprachenwahl: Wir bieten Elterninformationen, „Schnupperstunden“, persönliche Beratung usw. an.

Elternvertreter und Schülervertretung unterstützen die Lehrkräfte auch durch ihr Mitwirken in Fachkonferenzen.

Die Teilnahme an Fortbildungsveranstaltungen gehört zur selbstverständlichen Fachgruppenarbeit. Sie reicht von der Teilnahme an eintägigen Seminaren bis hin zum mehrwöchigen Hospitationspraktikum an einer französischen Schule.

Artikel aus den Fächern

Exkursion des Leistungskurses Geschichte der Euthanasie-Gedenkstätte

Am 25.11.2016 besuchten wir – der Leistungskurs Geschichte 12. Klasse – mit Herrn Friesen die Euthanasie-Gedenkstätte Lüneburg, die sich auf dem Gelände der psychiatrischen Klinik Lüneburg im ehemaligen Badehaus am Wasserturm befindet. Wir wurden von Herrn Bendler, einem Pfleger der psychiatrischen Klinik, der außerdem ehrenamtlich für die Gedenkstätte tätig ist, über die Geschichte der Anstalt informiert. Die psychiatrische Klinik wurde im Jahre 1901 unter dem Namen „Landes- Heil- und Pflegeanstalt Lüneburg“ eröffnet und genoss zum damaligen Zeitpunkt ein hohes Ansehen.

Zuerst gab es von Herr Bendler eine Einführung in die Geschichte und Entwicklung der Klinik. Anschließend folgten detaillierte Informationen über die Nutzung ab den 1920er Jahren und während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Jahr 1920 erschien das Buch „Die Freigabe der Vernichtung lebensunwerten Lebens“ von Dr. K. Binding und Dr. A. Hoche, das zur weiteren Verbreitung des „Sozialdarwinismus“ beitrug. Ab 1922 wurden Menschen mit psychischen und körperlichen Erkrankungen gesellschaftlich zunehmend ausgegrenzt. Eine der späteren Folgen war, dass im Raum Lüneburg ab 1934 auf Grund von Gerichtsurteilen an 1200 Betroffenen Zwangssterilisationen durchgeführt wurden.

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